Meer (mehr) ohne Plastik? - Was kann ich tun?
Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen hatten heute Besuch von dem Umweltaktivisten Johann Santen.
Zuvor hatten die Kinder sich im Rahmen des Sachunterrichts mit den Tieren und Pflanzen des Waldes beschäftigt. Während der Waldjugendspiele durften sie die Schönheit der Natur erleben. Sie stellten fest, dass durch Müll im Wald Gefahren für die Tiere und die Umwelt entstehen. Plastik zerfällt zu Mikroplastik.
Aber der Müll, der hier bei uns in die Umwelt gelangt, der kann auch durch den Wind in die Kanäle und in die Ems gelangen. Über den Fluss landet der Müll schließlich im Meer.
Neugierig hörten die Kinder Johann Santen zu. Die Kinder stellten viele Fragen und brachten ihr Vorwissen mit ein. Sie sahen wunderschöne Fotos von den Meeresbewohnern, wie Schildkröten, Basstölpel, Flunder, Seestern, Buckelwal und Co. Faszinierend war auch die Aufnahme des Planktons, dass durch die Vergrößerung gut zu erkennen war.
Die Überfischung und die Verschmutzung der Meere sind beides Probleme, die miteinander in Verbindung stehen. Diese Umweltprobleme sind von Menschen gemacht und können von den Menschen verändert werden. Als Umweltaktivist hat sich Johann Santen auf die Fahne geschrieben, dass er sich für die Umwelt einsetzen möchte. Seit Jahren arbeitet er bei der Umweltorganisation Sea Shepherd. Auf Fotos und in kurzen Videos erhielten die Kinder einen Eindruck von den Tätigkeiten. So spüren sie Geisternetze auf und ziehen diese aus den Meeren. Geisternetze stellen eine Todesfalle für viele Tiere über Jahrhunderte dar. Sie arbeiten mit dem Küstenschutz zusammen und entfernen illegale Oktopusfallen aus dem Meer. Der Einsatz für die Umwelt erfolgt in der Regel ehrenamtlich. Das heißt, dass die Umweltaktivisten kein Geld mit ihrem Einsatz für die Natur verdienen.
„Kann man auch ohne Schiff Meeresschutz betreiben?“, möchte Johann Santen wissen.
Die Kinder haben viele Ideen:
Müll aufsammeln und richtig entsorgen
Pfandflaschen in den Supermarkt bringen oder Obdachlosen geben, so dass diese das Pfandgeld bekommen
Müll vermeiden: Eine Trinkflasche zum Auffüllen benutzen statt jeden Tag eine neue Plastikflasche
In der Pause beschäftigt viele Kinder das Thema weiter. Nach der Pause sind wir alle erschrocken, wie viel Müll wir auf einem ganz kleinen Stückchen Schulhof gefunden haben.
Die Kinder sammeln in der nächsten Stunde weitere Ideen:
„Wir können uns zu einer Müllsammelaktion treffen.“
„Vielleicht können wir Projekttage zum Thema machen.“
„Eine Umwelt-AG an der Schule wäre gut.“
„Wir benötigen Greifzangen, damit wir den Müll nicht anfassen müssen und geschützt sind.“
Auch die Faszination zu den Meerestieren bleibt bestehen. So treffen sich die Kinder am Ende der Mathestunde am Gruppentisch und es entstehen viele tolle Zeichnungen.
Fotoserien
Umweltaktivist zu Besuch (DO, 02. Oktober 2025)










Überfischung
Geisternetze
Oktopusfallen
Müll am Stand von Norddeich
Müll auf dem Schulhof
Müllsammelaktion in der 1. Pause
Faszination Meeresbewohner
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